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In letzter Zeit habe ich mich viel mit elektronischen Schaltungen in Form von Robotern und anderen Dingen beschäftigt, die ich teilweise auch hier auf den Seiten "Meine Roboter" und "Projekte" vorstelle.

Wenn ein Projekt fertig gebaut war, kam immer die Frage, was kann ich als nächstes realisieren. Die Anforderungen sollten aber nicht über einen bestimmten technischen Level hinausgehen. So tat ich mich mal wieder schwer, die richtigen Ansatzpunkte zu finden.

Einer Bitte zum gemeinsamen Besuch einer Modelleisenbahn-Ausstellung im November 2010 kam ich nur widerwillig nach. In meiner Kindheit hatte ich eine MÄRKLIN-Modellbahn in der einfachsten Variante. An den PICO-Anlagen meiner beiden Söhne habe ich seinerzeit mehr gebastelt als diese damit tatsächlich gepielt haben. Daher war mein Interesse gestillt, da ich ja nicht die Absicht hatte, mir wieder eine Anlage zuzulegen. Auch sah ich darin keine Objekte, die zu meinen elektronischen Bastelleien passen würden.

Aber weit gefehlt. Auf dieser Ausstellung entdeckte ich neben dem üblichen Schienenverkehr wie von Geisterhand auf den dazu angelegten Straßen fahrende Autos. Das weckte sofort mein Interesse. Bereitwillig wurde mir vom Standpersonal  das "FALLEER-CAR-SYSTEM" erklärt.

Neben den von der Firma Faller angebotenen fertigen fahrtüchtigen Modellautos kann man sich auch selber Standmodelle (Trucks, LKWs, Einsatzfahrzeuge u.a.) im Maßstab 1:87 zu Fahrmodellen aufrüsten.

Wer Näheres über das FALLER-CAR-SYSTEM erfahren möchte, dem empfehle ich einen klick ins Internet zu WIKIPEDIA Faller-Car-System und andere interessante Quellen.

Zu den besonderen Merkmalen des Faller-Car-System gehört die Installation von Beleuchtung an den Modellen. Davon möchte ich vorerst jesdoch Abstand nehmen und mich nur mit der eigentlichen Fahrmechanik und - elektronik beschäftigen



Meine erste Umrüstung war dieser LKW.


Diesen LKW habe ich bei Ebay für ein paar Euros erworben
Das neue Innenleben des Standmodells:
-Minigetriebemotor 2,4 Volt
-Ein/Aus-Schalter
-AAA-Batterien / Akkus
- Hinterachse mit Getriebemotor
- Lenkbare Vorderachse mit Schleifer und Magnet
Um das erste umgebaute Modellauto ausprobieren zu können, habe ich ich mir fürs Erste eine einfache Testplatte gebaut. Auf ein Styropor-Platte 100 x 50 x 2 cm, wie sie zur Wärmeschutzdämmung vervendet wird, habe ich  den Faller-Spezialdraht als Gerade und Kurven verlegt und mit Klebestreifen befestigt. Danach wurde darauf vollflächig doppelseitiges Klebeband aufgebracht. Als Fahrfläche dient Karton mit einer Stärke von 0,35 mm. Eine an den Rand der Platte aufgeklebte Dreikant-Holzleiste verhindert das Abdriften von außer Spur geratene Fahrzeuge. 
Hier habe ich das obige Modell aufgerüstet. Aus Platzgründen habe ich die beiten AAA-Zellen durch einen LiPo-Akku, 3,7 Volt, 210 mAh ersetzt. Das eingebaute Mini-Relais schaltet den Motor aus, wenn der an der Unterseite (seitlich) angebaute Hallsensor von dem Magnetfeld einer Stoppstelle
(unter der Fahrbahn) beaufschlagt wird.
Diesen Bus habe ich gewählt, um das Fräsen und Feilen an einem Chassis zu umgehen. Von dem ursprünglichen Modell habe ich nur die Karosserie wieder verwendet.

Das Chassis habe ich aus MAKROLON, 2 mm stark, neu angefertigt und darauf Motor und Platinen befestigt.
Der Bus hat an der Unterseite einen Hallsensor, welcher beim Fahren über eine Stopstelle (Elektromagnet) ein Mini-Relais auf der Platine schaltet und zwar:
- Motor "Aus"
- Je 2 Warnleuchten vorn und hinten "Ein"
Dadurch bleibt der Bus auf der Stopstelle stehen und schaltet für die Standzeit die Warnlichter (gelbe LEDs) ein,
Als Taktgeber für die Warnleuchen habe ich einen Mikrocontroller PICAXE 08M2 programmiert und auf der Platine installiert.
Als Stromquelle fungiert ein LiPo-Akku 3,7 Volt, 210 mAh. Zum Schutz des LiPo-Akkus setze ich in jedem Fall einen Schutzchip von Conrad (Best.-Nr. 155151) ein, welcher bei Über- bzw. Unterspannung sowie Kurzschluss den Akku von der Anlage trennt.

Um den Testbetrieb der Cars interessanter zu gestalten, habe ich eine neue Platte, wieder in der Abmessung 1000 x 500 mm, aufgebaut. Grundlage ist eine entsprechende Sperrholzplatte von 8 mm Dicke.
Es ist vorgesehen, die Freiflächen noch zu gestalten .


Hier die Platte im Rohbau.

Mittels eines doppelseitigen Klebebandes wurde eine Kartonbahn, 0,35 mm dick, auf die Sperrholzplatte aufgeklebt. Mit einem Cuttermesser wurde die Linienführung der Fahrstrecke in die Kartonbahn eingeritzt und darin der Faller-Spezialdraht verlegt.

Auf der Platte sind auch die verschiedenen Funktionselemente zu sehen.

> STOPSTELLEN
Die eingebauten 8 Stck. Stopstellen bestehen aus selbstgewickelten Magnetspulen (Maschinenschraube M10, 230 m Kupferlackdraht 0,14 qmm, Spannung 15 V=). Die Stopmagnete sind auf der Platte als silberne Punkte zu erkennen.
Die eingebauten Stopstellen haben unterschiedliche Funktionen:
1. Abstandhaltung zwischen den Cars auf der Strecke
Dazu sind in den Streckenabschnitten Hall-Sensoren eingebaut, die über Mikrocontroller und Relais den jeweiligen Streckenabschnitt bei Belegung durch einen anderen Car sperren (Stopmagnet eingeschaltet) und beim Verlassen wieder freigeben (Stopmagnet ausgeschaltet). Das Ein- bzw. Ausschalten der Stopmagnete erfolgt durch den Führungsmagneten auf dem Schleifer der Cars.
Das Stoppen der Cars an den Stopstellen erfolgt, wenn ein unter Cars installierte Hall-Sensor über einen eingeschalteten Stopmagneten fährt und die Spannung des Motors ausschaltet.  Nach Ausschalten des Stopmagneten fährt der Car weiter. An jeder Stopstelle sind am Fahrbahnrand rote LEDs (12 mm) installiert, die den Zustand der Stopstelle (EIN/AUS) anzeigen.
2. Deweiteren gibt es 3 Stck. Stopstellen im Bereich des Parkplatzes (Parkharfe). Bei jeder Durchfahrt auf einem der Parkstreifen hält jedes Fahrzeug an. Kurz vor jeder Stopstelle wird diese beim Überfahren eines Hall-Sensors aktiviert. Die Haltedauer kann auf einem jeder Stopstelle zugeordneten Mikrocontroller programmiert werden.

> ABZWEIGE (WEICHEN)
Als Abzweige zu den Parkflächen sind 2 Stck Weichen eingebaut.  Diese bestehen aus Sperrholzscheiben von 30 mm Durchmesser, auf denen kurze Stücken Faller-Spezialdraht in den entsprechenden Richtungen eingelassen und verklebt sind. Diese Scheiben sind auf ein Servokreuz geklebt, welches wiederum auf  Modellbauservos gesteckt und verschraubt ist  Die Servos sind auf der Unterseite der Platte angebracht. Der jeweilige Stellweg der Abzweig-Servos ist auf Mikrocontroller programmiert. Programmiert ist auch die Folge der Weichenstellungen, sodass in eine besetzte Parkfläche kein anderes Fahrzeug einfahren kann.
Ein weiterer Abzweig ist im oberen Bereich der Platte angeordnet. 


Die Steuerung der Anlage ist auf der Unterseite angebracht. Diese besteht aus den Netzteilen (5 Volt und 15 Volt, den Platinen mit Mikrocontroller und Relais, den Stopmagneten, den Abzweig-Servos und den Hall-Sensoren in der Fahrbahn.
Bei den Verbindungen handelt es sich um eine reine Zweckverdrahtung.


Für die Magnetbandverlegung in der Grundplatte ist es erforderlich, eine Nute von 3 mm Breite und 1 mm Tiefe herzustellen. Dafür gibt es z.B. die Fräse von Faller, welche um die 80 Euro kostet und für einen sicher seltenen Gebrauch bei einzelnen Bastlern eine zu teure Investition wäre. Es gibt auch Multifunktionswerkzeuge (z.B. den DREMEL), welche bereits eine Oberfräse als Zusatzgerät besitzen.

Um die Anschaffungskosten in Grenzen zu halten, habe ich mir das abgebildete Gerät angeschafft, welches mit Fräser, Schleifscheiben, Trennscheiben u.a. zeitweise für um die 20 EUR auch bei den Discountern angeboten wird.
Dazu habe ich mir mittels eines vorhanden Metallrahmens, einer Holzplatte und einer passenden Rohrschelle aus dem Baumarkt eine "OBERFRÄSE" selbst zusammengebaut. Mit einem bei Ebay erstandenen Nutenfräser 3,2 mm habe ich ohne Schwierigkeiten die Rille für das Magnetband gefräst.
 
Bei Bedarf kann ich einen Nachbau nur empfehlen.





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